Gründungsideen eine Chance geben

Gründungsstipendium an Mescheder Studierende vergeben.

Die Volksbanken im Sauerland fördern Studierende am Campus Meschede der Fachhochschule Südwestfalen mit Gründungsstipendien. In einem sogenannten
„Elevator Pitch“ stellten sich am 3. Juli zehn Teams mit ihren Geschäftsideen im Rahmen einer öffentlichen - und gut besuchten - Veranstaltung dem Publikum und einer Auswahljury vor. Diese Jury bestand neben Repräsentanten der Volksbanken auch aus Vertretern regionaler Institutionen.
Der Traum vieler junger Menschen ist es, ein eigenes Start-up zu gründen. Doch gerade am Anfang fehlen oft die finanziellen Mittel. Die Volksbanken im Hochsauerlandkreis hatten sich nun genau diese Starthilfe für die Studierenden auf die Fahne geschrieben. Mit einer Förderung von jeweils 500 Euro pro Monat werden die zukünftigen Jungunternehmer in der schwierigen Anfangsphase unterstützt.

Dr. Stefan Eckhardt (Vorstand der Volksbank Reiste-Eslohe und Lehrbeauftragter am hiesigen Existenzgründungslehrstuhl) begründete das Engagement seiner Bankengruppe mit folgenden Worten: "Die Volksbanken sind traditionell Partner
der mittelständischen Wirtschaft im Hochsauerlandkreis. Seit jeher begleiten wir
Existenzgründer und junge Unternehmen in allen bankwirtschaftlichen Angelegenheiten und fördern mit unseren Aktivitäten das Gründungsgeschehen in
der Region - und mir ganz persönlich sind Existenzgründungen eine Herzensangelegenheit, die ich seit 1999 auch in Wissenschaft und Lehre fokussiere".

Ein breites Spektrum von Ideen wurde vorgestellt. Nach einer kurzen Beratung und unter der Berücksichtigung des Publikumsvotums kamen die Jurymitglieder zu der Entscheidung, drei Ideen statt nur zwei, mit Gründungstipendien zu fördern.

Im Wettbewerb überzeugte zum einen Yasmin Halvaei mit dem "EcoBack": Sie will mit ihrer Idee zum stärkeren Gebrauch von Mehrwegbechern anregen, um so Müll zu reduzieren. Die Becher werden mit Chips ausgestattet, welche gescannt werden können. Der Benutzer soll dann Punkte erhalten, die er an anderer Stelle wieder eintauschen kann. Dieses Belohnungssystem soll dazu anregen, den Becher häufiger zu benutzen und so Müll zu vermeiden.

Überzeugen konnten auch die beiden Studenten Elfesya Animana und Matthias Ly mit ihrer "Tic App". Diese App ist eine Online-Plattform für Künstler, auf der sich diese mit ihren Profilen darstellen können. Kunden können so ihren "Künstler" finden und gleichzeitig zu niedrigen Provisionen buchen, ohne hohe Agenturgebühren.
Nach den 6 Monaten geben sie einen Zwischenstand bekannt - und können dann auf weitere drei Monate Unterstützung hoffen.
Spontan wurde noch ein Sonderpreis vergeben, 1.500 Euro für Kevin Jedynak aus Bestwig. Er hatte einen intelligenten Prototyp eines Schlüsselautomaten vorgestellt. Dieser Automat soll die Betreuung von Ferienwohnungen erleichtern. Mit Hilfe eines Codes können die Kunden bequem rund um die Uhr einchecken.