Das Projekt "Dorf ist Energie(klug)"

Aufgrund unserer modernen volkswirtschaftlichen Lebensweise erzeugt nahezu jede menschliche Tätigkeit einen Kohlenstoffdioxidausstoß (CO2). Diese chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff gilt jedoch als eine der entscheidenden Einflussgrößen für den globalen Klimawandel. Insbesondere bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie etwa Kohle jeglicher Art, Erdgas und oder Erdöl mit Sauerstoff, wird Energie in Form von Wärme und Kohlenstoffdioxid freigesetzt. 

 

Vor dem Hintergrund der Endlichkeit und Abhängigkeit fossiler Energieträger sowie dem verantwortungsvollen Umgang mit diesen, ist die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung ein Primärziel der Thematik der Energiewende. Dazu zählen auch das energiesparsame Konsumverhalten und die daraus resultierende Reduktion der Kohlenstoffdioxidemissionen.

Erneuerbare Energien, unabhängig ihren Ursprungs - Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlung, Geothermie und nachwachsende Rohstoffe - können entscheidend zur Erfüllung dieses Vorhabens beitragen. Deshalb ist es zwingend von Nöten, innovative Entwicklungen, Technologien, Konzepte und Projekte zur Nutzung der erneuerbaren Energien modellhaft voran zu treiben. Diese in praxi zu nutzen ist eine bedeutende Aufgabe.

 

Große Potentiale liegen aber auch im Bereich der Energieeffizienzsteigerung. Oftmals besitzen einzelne Maßnahmen ein begrenztes Potential, so dass parallele Ansätze von Nöten sind, um ökologische Wege wirtschaftlich, nachhaltig, dezentral und sozialverträglich auszuloten.



„Dorf ist Energie(klug)“
Das Projekt „Dorf ist Energie(klug)“ soll Dynamik in diese Entwicklungen der Produktion und Nutzung von Erneuerbarer Energien bringen. Die durch progres.NRW geförderte Praxisstudie „Dorf ist Energie(klug)“ ist eine Schnittstellenentwicklung, ein Gemeinschaftsvorhaben der beiden REGIONALE-Projekte "TalentE in Südwestfalen" und "Zukunft der Dörfer". Weitere Beteiligte der Finanzierung des Projektes "Dorf ist Energie(klug)" sind auch die fünf Kreise der Region sowie die Volksbanken in Südwestfalen.

 

In dem Modellvorhaben werden Bürger in den teilnehmenden Dörfern in Südwestfalen durch Kompetenzteams aus Experten beraten. Die Unterstützung umfasst u.a. die Bereiche Projektentwicklung und -management sowie Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung. Dabei geht es darum, den Wissenstransfer zwischen den vielen unterschiedlichen Akteuren zu organisieren, andere von den vorhandenen Guten Beispielen profitieren zu lassen und Aktivitäten zu bündeln. Besonders im Fokus stehen die Dörfer in Südwestfalen und die Frage „Wie können sich bürgerschaftliches Engagement, ländliche Entwicklung und die Energiewende ergänzen?“ Durch regionale Wertschöpfung und regionale Teilhabe, bspw. Aufträge an örtliche Gewerke oder Wartungsaufträge, bieten sich so wirtschaftliche Chancen für die ländlichen Räume und deren Dorfgemeinschaften. Und im Ergebnis soll auch ein "Werkzeugkoffer" vorliegen - ein Leitfaden, auf den später dann auch andere Dörfer zurückgreifen können. Teil des dynamischen Gesamtprozesses ist zudem eine wissenschaftliche Begleitung und Evaluation.